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Festgeld (auch Termingeld genannt) zählt zu den sichersten Geldanlagen überhaupt in Deutschland, weswegen es sich gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten einer sehr hohen Beliebtheit unter den institutionellen wie privaten Anlegern erfreut. Wenn auch Sie mit dem Gedanken spielen ein solches Investment in Festgeld / Termingeld zu tätigen, sollten Sie diese Ausführung lesen, um die Funktionsweise und damit die Vor- und Nachteile von Festgeld bzw. Termingeld verstehen zu können.

Was ist Festgeld / Termingeld?

Zu Beginn soll zunächst ein einfacher und oberflächlicher Blick auf das Wesen von Festgeld erfolgen: Bei Termingeld legt ein Investor bzw. Anleger einen bestimmten Geldbetrag für eine feste Laufzeit zu einem festen Zinssatz an. Die Höhe des Anlagebetrags kann im Grunde genommen vom Anleger frei gewählt werden, sofern dieser den Mindestanforderungen, die von der jeweiligen Bank oder Sparkasse in Hinsicht auf die Mindestanlagehöhe vom Termingeld gestellt werden, genügen kann.

So setzen die meisten Banken den Mindestbetrag mit 5.000 Euro oder 10.000 Euro an, womit eine Anlage in Festgeld nicht für jeden Kleinanleger geeignet ist. Bei Festgeld muss die Laufzeit per Definition mindestens 30 Tage betragen. Die Wahl der richtigen Laufzeit sollten Sie unbedingt vom jeweiligen Zinsumfeld abhängig machen. Doch dazu an späterer Stelle mehr.

Zinsniveau

Die Höhe der Zinsen wird bei Termingeld in erster Linie von der Laufzeit und vom allgemeinen Zinsumfeld beeinflusst, welches in Deutschland wiederum stark vom Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) geprägt wird. Ein Blick auf die Entwicklung der letzten Jahre zeigt hierbei, dass die EZB ihren Leitzins zwischen Herbst 2008 und Frühling 2009 um 3,25 %-Punkte auf das historisch niedrige Niveau von nur mehr 1 % gesenkt hat. Dies geschah als Reaktion auf den Ausbruch der schweren Finanzkrise, die im Herbst 2008 durch den Niedergang der damals viertgrößten Investmentbank, Lehman Brothers, auf die Realwirtschaft übersprang und so die schwerste Weltwirtschaftskrise seit der Großen Depression in den 1930er Jahren ausgelöst hat.

Parallel hierzu haben sich die Zinsen für Festgeld ebenfalls entsprechend nach unten entwickelt, so dass Festgeld mit einer Laufzeit von 12 Monaten derzeit mit durchschnittlich 1,5 % verzinst wird. Damit erhalten Anleger von Termingeld mit einer Laufzeit von 12 Monaten in etwa genauso viel wie Anleger von Tagesgeld.

Tagesgeld vs. Festgeld

Abgesehen von einem vergleichbaren Zinsniveau weisen Tages- und Festgeld weitere Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede auf. Ein Unterschied ergibt sich aus der Zugehörigkeit der beiden Einlagenklassen. Während Tagesgeld ohne feste Laufzeit zu den Sichteinlagen und damit zur Geldmenge M1 gezählt wird, wird Termingeld als zeitlich befristete Einlage zur Geldmenge M2 gezählt.

Ferner haben Anleger von Tagesgeld die Möglichkeit jederzeit über ihr Guthaben zu verfügen, während Anleger von Termingeld bzw. Festgeld während der Laufzeit keinen Zugriff auf die Anlagesumme haben. Außerdem können sich die Zinsen für Tagesgeld bankentäglich ändern, während die Zinsen bei Termingeld über die Laufzeit fix sind. Gemeinsam ist beiden Anlageformen, dass sie zu den sichersten Anlageklassen überhaupt zu zählen sind. (» mehr)

Sicherheit

Das Prädikat einer besonders sicheren Anlage erhält Festgeld aufgrund diverser Eigenschaften, die zum Teil in den politischen Rahmenbedingungen und zum Teil in der Natur der Anlage begründet liegen. So werden Einlagen wie Festgeld in Deutschland bis zu einer Höhe von 100.000 Euro je Konto durch den staatlichen Einlagensicherungsfonds vor einer etwaigen Insolvenz des Geldinstituts, bei dem das dazugehörige Festgeldkonto geführt wird, geschützt.

Darüber hinaus sind viele Banken in Deutschland weiteren privatwirtschaftlichen Einlagensicherungsfonds angeschlossen, so dass die Haftungssumme je Konto teilweise bis jenseits der Milliarden-Euro-Grenze liegt. Zudem unterliegt Festgeld als Einlage keinem Kursrisiko wie etwa Aktien und Anleihen.

Wann sollte man anlegen?

Abschließend noch ein paar Worte zum richtigen Timing einer Anlage in Festgeld: Befindet sich das allgemeine Zinsumfeld am Beginn eines Zinserhöhungszyklus sollten Sie Festgeld mit einer entsprechend kurze Laufzeit wählen, da Sie ansonsten die niedrigen Zinsen konservieren und nicht an den steigenden Zinsen partizipieren können. Befindet sich das Zinsumfeld hingegen am Beginn eines Zinssenkungszyklus sollten Sie Festgeld mit einer entsprechend langen Laufzeit wählen, um sich die hohen Zinsen möglichst lang sichern zu können.

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